Mal schnell noch einen Pokal mitgenommen vor der Bezirksmeisterschaft

Beim Schnellschach geht es manchmal heiß her! Insbesondere, wenn man nur 15 Miniten ohne Inkrement (d.h. ein kleiner Zeitaufschlag von typischerweise ein paar Sekunden nach jedem Zug) hat. Passend hierzu ein kurzer Bericht vom diesjährigen Nuber-Pokal 2026, wo wir mit Melissa Merle (U14) und Atreyu Merle (U10) erneut in zwei Altersklassen vertreten waren.

Hierbei trat Atreyu als Titelverteidiger und Platz 2 der Setzliste sicherlich als einer der Favoriten an. Melissa war mit Platz 7 der Setzliste zwar nicht im engeren Favoritenfeld, war aber bestgesetztes Mädchen und hätte an sich gute Chance auf einen Mädchenpokal haben sollen - wäre dieser nicht, wie unser Vereinsbetreuer Alex vor Ort erfahren hat, bei allen Schnellschachturnieren in Schwaben - also auch hier - gar nicht existent! Schade, finden wir, denn schließlich kann so etwas noch zu einer kleinen etxra Motivation führen.

Zum Glück ließ sich Melissa davon nicht beirren und startete direkt mit einem Sieg in die erste Runde, wurde dann aber als nächstes dem späteren Turniersieger zugelost. Insgesamt war ein bisschen Lospech dabei, weil sie später auch noch den letztlich Drittplatierten abbekam. Dennoch holte Melissa in jeder ungeraden Runde Punkte und musste sich nur ganz am Schluss, wo sicherlich die Energie dem Ende zuging, mit einem Remis begnügen, da sie aus einer Gewinnstellung leider einen Einsteller beging. Allerdings waren vorher, insbesondere in Runde 1 und 5, wirklich dominante Partien dabei. Super gemacht, Melli!!

Atreyu stand mit 23 potentiellen Gegnern dem größten Feld gegenüber, erspielte sich aber souverän 3 Punkte in den ersten 3 Runden. In der 4. Runde stand der auch mit einer Qualität vorne (d.h. er hatte eine Leichtfigur gegen den wertvolleren Turm getauscht), befand sich allerdings in einer recht verkeilten Stellung. Als erfahrener Spieler überlegte er natürlich, wie man hier angreifen kann, aber dabei ging wertvolle Zeit verloren. Es half sicherlich auch nicht, dass genau in dieser Schlussphase bereits eine "Traube" von Zuschauern um das Brett stand in der leider weniger erfahrene Schiedsrichter hier nicht einschritt, um ein freies Spiel zu ermöglichen. Daher ging diese Partie sehr unglücklich verloren und die Organisatoren sagten von der nächsten Runde an, dass man Abstand halten soll - das wäre 4 Runden früher passender gewesen. Dennoch ließ sich auch Atreyu nicht beirren und holte, als Routinier, die verbleibenden 3 Punkte sicher nach Hause. Und es hat sich gelohnt! Der Gesamtsieg in der U10 mit 1 Buchholzpunkt Vorsprung sah knapper aus, als er war, hatte er doch die Plätze 2 bis 6 allesamt im direkten Vergleich vom Brett gefegt. Damit war die Titelverteidigung im Kasten, klasse gemacht!!

Und jetzt der Cliffhanger: Denn was wir hier aber noch nicht ahnen konnten... die Tatsache, dass Melissa sich hier mit 7 starken Runden gut warm gespielt hatte, sollte am nächsten Tag noch wichtig werden...

DER NÄCHSTE BERICHT FOLGT!